Weberei
Das Weben ist eine sehr vielseitige Technik. In der Weberei werden in Handarbeit Baumwoll-, Leinen- und Wollgarne zu Stoffen oder Teppichen verarbeitet. Das augenfälligste „Instrument“ für diesen Prozess ist der Webstuhl, der den Beschäftigten in unterschiedlichen Größen und Formen zur Verfügung steht. Vor dem Weben muss der Webstuhl eingerichtet werden, d.h. die Kette muss ‚geschärt‘ und ‚gebäumt‘ sowie die Kettfäden durch Litzen und Kamm gezogen und befestigt werden. Es gibt eine Vielzahl von Tätigkeiten, die das Weben ständig begleiten, wie die Schussspulen zu bestellen oder gerissene Fäden wieder einzusetzen.
Beim Weben stehen Konzentration und planvolles Vorgehen im Vordergrund der Technik, aber auch die Feinmotorik wird trainiert. Diese und andere Qualitäten werden durch regelmäßige und häufige Wiederholungen besonders gefördert. Durch die richtige Reihung der Arbeitsschritte werden logische Strukturen und abstraktes bzw. folgerichtiges Denken gefördert.
Viele Produkte werden mit Motiven bestickt oder anderweitig verziert. Handtücher, Tischdecken, Hängematten, Taschen, Kissen, Dekorationsartikel u.a. werden aus den Stoffen von Hand oder mit der Maschine genäht. Die Verarbeitung von Schafwolle (von der Schur bis zum Färben der Wolle) sowie Nadelfilzarbeiten runden das Angebot ab. Somit können die Anforderungen in der Weberei sehr differenziert gestaltet werden, von leicht bis schwer - je nach Aufgabenstellung und Fähigkeiten.



