Ambulante Betreuung im Wohnprojekt "Seerose"

Für Menschen, die in ihrem eigenen Wohnraum leben und ambulante Betreuung in Anspruch nehmen möchten und sich gleichzeitig ein Leben in Gemeinschaft wünschen, existiert seit Dezember 2018 das neue Wohnprojekt "Seerose" für ambulant betreutes Wohnen. 

Das Projekt bietet im Rahmen der Eingliederungshilfe nach SGB XII fünf erwachsenen Menschen mit den Diagnosen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, posttraumatischer Belastungsstörung und komorbider Essstörung die Möglichkeit, selbständig in ihrem eigenen Wohnraum als Wohngemeinschaft zusammenzuleben und sich bedarfsorientiert stundenweise ambulant betreuen zu lassen. 

Zum Wohnprojekt

Das Wohnprojekt befindet sich im Stadtteil Kroog. Die nächste Bushaltestelle befindet sich in unmittelbarer Nähe und bietet eine Anbindung zum Stadtteil Emschenhagen mit diversen Einkaufsmöglichkeiten sowie zum Zentrum der Stadt Kiel. 

Für die Dauer der ambulanten Betreuung können sich im Wohnprojekt "Seerose" insgesamt fünf Personen je ein Einzelzimmer sowie anteilig möblierte Gemeinschaftsflächen mieten. Zu den Gemeinschaftsräumen gehören ein Wohn- und Esszimmer, eine Küche, drei Bäder, Wasch- und Trockenraum inklusive Waschmaschinen und Trockner, verschiedene Lagerräume im Souterrain und auf dem Dachboden, ein Garten mit Terrassen sowie ein Fahrradschuppen.

Die Organisation des Haushaltes sowie des Zusammenlebens liegen weitgehend in eigener Verantwortung, was ein gutes Training für die Selbstständigkeit, sowie dem Leben in einer Wohngemeinschaft bietet.

Nach Absprache können Sie im Wohnprojekt kleine Tiere wie z. B. Kaninchen und Meerschweinchen halten.

 

Diagnosespezifische Angebote der ambulanten Betreuung

Bei Bedarf werden im Rahmen der ambulanten Einzelbetreuung therapeutische Strategien und Methoden der Dialektisch Behavioralen Therapie genutzt.

Zum einen gehören hierzu Methoden zur Förderung der psychischen Stabilität wie das Führen eines Wochenprotokolls (Diary Card) sowie das Schreiben von Verhaltensanalysen und Gefühlsprotokollen. Diese Instrumente bieten die Möglichkeit, Ursachen borderlinespezifischer Symptome wie selbst schädigende Verhaltensweisen und Schwierigkeiten bei der angemessenen Regulation von Gefühlen herauszuarbeiten und daraufhin alternative Bewältigungsstrategien zu entwickeln und zu trainieren. Zum anderen werden DBT-basierte Strategien zur Erreichung von beruflichen Zielen, zur Förderung zwischenmenschlicher Kompetenzen und zum Aufbau eines bereichernden privaten sozialen Netzes in der ambulanten Einzelbetreuung genutzt.