Neu ab April 2017: Ambulantes Wohnprojekt Weinberg

In Kiel-Elmschenhagen entsteht ein neues Zuhause für Mütter mit Behinderungen und deren Kinder

 

Die Marie-Christian-Heime realisieren ein ambulantes Wohnprojekt für Mütter/Väter mit einer geistigen oder seelischen Behinderung und deren Kinder.
Mit dem Wohnprojekt soll eine Alternative zum stationären Wohnen geschaffen werden. Es entsteht ein Appartementhaus mit sechs Wohnungen, die an Mütter/Väter mit Behinderungen vermietet werden. Bei dem Wohnprojekt handelt es sich um ein Beratungs-, Unterstützungs-bzw. Begleitangebot, das den Müttern und Vätern mit Behinderungen ermöglichen soll, ihre Elternschaft so selbstständig wie möglich zu leben.Die erforderlichen Hilfen bieten wir dabei im Sinne von Assistenz an, die sich am individuellen Bedarf ausrichten.  Ziel des Wohnprojekts ist die Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Stadtteil in einer selbstständigen Wohnform. Darüber hinaus soll das nachbarschaftliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung gefördert sowie die Ressourcen des Stadtteils einbezogen werden.

 

 

 

Lage und Ausstattung

Das Wohnprojekt befindet sich in Kiel-Elmschenhagen, Weinberg 3. Insgesamt gibt es zwei 3-Zimmerwohnungen mit 75 qm und vier 2-Zimmerwohnungen mit 60 qm, sowie ein Büro als Anlaufstelle für die Leistungsempfänger. Im Erdgeschoss befindet sich ein Gemeinschaftsraum, der von allen Mietern genutzt werden kann. Das Haus ist barrierefrei und verfügt über einen Fahrstuhl, zwei Wohnungen sind rollstuhlgerecht.

Das Wohnprojekt befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft von drei Kindertagesstätten, einer Schule und der ev.-luth.Trinitatisgemeinde. Das Zentrum von Kiel-Elmschenhagen mit einer guten Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten sowie Ärzten und Therapeuten ist fußläufig zu erreichen. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist sehr gut, die Bushaltestelle mit Verbindungen zur Kieler Innenstadt und dem Hauptbahnhof ist direkt vor der Tür.

Spenden-Flyer Weinberg

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Zielsetzung

Das Wohnprojekt Weinberg ist ein Beratungs- und Begleitangebot, das Menschen mit Behinderungen ermöglichen soll, ihre Elternschaft so selbstständig wie möglich zu leben. Ziel der gemeinsamen Arbeit mit den Familien ist die Entwicklung einer weitestgehend eigenverantwortlichen Lebensgestaltung. Durch intensive Unterstützung sollen die Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, bei der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützt und in die Lage versetzt werden, ihre Kinder angemessen selbstständig zu versorgen. Im Vordergrund steht die Stärkung des Selbstwertgefühls, die Stärkung der Konfliktfähigkeit und die Reflexion über das eigene Verhalten als Voraussetzung für notwendige Veränderungen.

Betreuungsangebot

Das Wohnprojekt richtet sich in erster Linie an Mütter/Väter mit Behinderung, die nicht im stationären Rahmen leben möchten, für die ambulante Unterstützung im klassischen Rahmen jedoch nicht ausreichend ist.Die Betreuung erfolgt im Rahmen einer allgemeinen Grundleistung, die für alle diejenigen bereitgestellt wird, die regelmäßig zu bestimmten Zeiten des Tages die sichere Erreichbarkeit eines Mitarbeiters benötigen. Die allgemeine Grundleistung umfasst regelmäßig wiederkehrende Unterstützungsangebote mit dem Ziel, den Alltag zu strukturieren und eine altersentsprechende Entwicklung der Kinder sicherzustellen. Die verlässliche Kontaktmöglichkeit zu bestimmten Zeiten gibt den Bewohnern Sicherheit, Probleme können zeitnah bearbeitet und gegebenenfalls gelöst werden. Bei Bedarf erhalten die Leistungsberechtigten eine auf den individuellen Hilfebedarf zugeschnittene ambulante Betreuung. In diesem Rahmen finden Beratungsgespräche, Begleitung zu Ärzten, Unterstützung bei Finanzen u.ä. statt.

Sozialraum

Damit jede der Leistungsberechtigten gut im Stadtteil ankommt und Anschluss an die dortigen Netzwerke schließen kann wird eine Fachkraft (Sozialraumbegleiterin) eingestellt, um die Sozialraumorientierung zu planen und durchzuführen. Mithilfe der Sozialraumbegleiterin soll es gelingen Müttern und Vätern mit Behinderungen im eigenen Wohnraum eine weitere Stabilität zu geben. Gemeinsam sollen die Möglichkeiten im Stadtteil erschlossen und gestaltet werden. Durch die Nutzung und den Ausbau der vorhandenen Stadtteilstrukturen soll das Thema Inklusion im Sozialraum platziert und die Bereitschaft zur Mitwirkung gestärkt werden.

Ulrike Marschall

Ulrike Marschall
Dipl.-Sozialpädagogin Bereichsleitung
Telefon: 0431/7801149
u.marschall@marie-christian-heime.de

Sabine Dorawa

Sabine Dorawa
Pädagogin M.A. Koordinatorin
Telefon: 0431/7801235
s.dorawa@marie-christian-heime.de

Selbstbestimmt leben können auch Mütter mit geistiger Behinderung und ihre Kinder, wenn sie dabei liebevoll unterstützt werden.

Ulrike Marschall